Nysterbach Schule
Grundschule der Stadt Erkelenz
in Lövenich

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Nysterbach Schule

Dingbuchenweg 9
41812 Erkelenz - Lövenich
Tel: +49 (0)2435 417
Fax: +49 (0)2435 3975
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Konzept für das Gemeinsame Lernen

Seit dem 01.10.13 ist die Nysterbach-Schule Schwerpunktschule für Gemeinsamen Unterricht. Mit dem 9. Schulrechtsänderungsgesetz wird ein Gesetz zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention schrittweise realisiert. Das Gemeinsame Lernen von Schülern und Schülerinnen mit und ohne Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung wird zum gesetzlichen Regelfall.

Im Gemeinsamen Lernen profitieren alle voneinander. Jeder kann jedem Hilfestellungen geben. Jeder kann etwas, das einem anderen erklärt und gezeigt werden muss. Durch die Selbstverständlichkeit, mit der dies im Unterricht geschieht, wird die soziale Kompetenz aller Kinder geschult und erweitert. Die Kinder erfahren und erleben, dass jeder von uns Stärken und Schwächen hat. Dadurch werden die Fähigkeiten zur Toleranz und Akzeptanz erworben und ausgebaut und für das Erwachsenenleben erhalten.

1. Rahmenbedingungen

Um allen Kindern das Gemeinsame Lernen zu ermöglichen, sind personelle, sächliche und räumliche Rahmenbedingungen erforderlich.

Zum Team der Grundschulpädagogen der Nysterbach-Schule gehört seit dem 01.08.13 auch eine Sonderpädagogin.

Die sächlichen Rahmenbedingungen umfassen die Ausstattung der Klassen- und Differenzierungsräume, Förder- und Differenzierungsmaterialien sowie Literatur- und Informationsmaterial.

Die räumlichen Rahmenbedingungen werden den entsprechenden Anforderungen angepasst, um Differenzierungs-, Entspannungs- und Rückzugsecken oder -räume zu schaffen.

2. Diagnostik

3. Unterricht

„Wir lernen so viel wie möglich gemeinsam.“

Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf lernen als heterogene Gruppe in allen Unterrichtsfächern zusammen. In den Klassen mit Gemeinsamen Lernen sollte eine ausreichende Doppelbesetzung durch einen Grundschullehrer und einen Sonderpädagogen gewährleistet sein (z.B. sollten mindestens die Kernfächer abgedeckt sein).

Bei der Klassenbildung muss auf die Tragfähigkeit der Lerngruppe geachtet werden. Ein ausgewogenes Verhältnis von Förderschwerpunkten innerhalb der Klasse sowie von leistungsstarken und unterstützungsbedürftigen Kindern ist wichtig. Grundsätzlich ist das Lernen in einer Gruppe förderlich, in der ein möglichst breites Leistungsspektrum vertreten ist.

Die Unterrichtspraxis im Gemeinsamen Lernen ist gekennzeichnet durch offene und individuelle Unterrichtsformen wie:

Differenzierung und Freiarbeit

  • individuelle Arbeitspläne
  • Lernwerkstätten und Projektarbeit
  • Stationenlernen
  • Kooperatives Lernen
  • Einzel- und Kleingruppenförderung.

Diese Methodenvielfalt ist vorhanden, um jedem Kind seinen individuellen Lernweg zu ermöglichen.

4. Sonderpädagogische Förderung

Für alle Grundschullehrer besteht die Möglichkeit, sich bei jeglichen Fragen an den Sonderpädagogen zu wenden und sich hier zu verschiedenen Fragestellungen beraten zu lassen. Bei Bedarf kann der Sonderpädagoge auch in der Klasse hospitieren, um sich von einzelnen Schülern ein Bild zu machen und dann besser beraten zu können.

Bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf wird ein individuelles Förderkonzept (Förderplan) erstellt, das mehrfach, mindestens jedoch halbjährlich überprüft und fortgeschrieben wird. Die Kinder erhalten Wochenpläne, in welchen die Ziele für die Woche angegeben sind, verbunden mit den dazugehörenden Aufgaben. Die Ergebnisse werden in Ordnern abgeheftet, die jederzeit in der Klasse eingesehen werden können.

Das ermöglicht auch im Vertretungsfall eine kontinuierliche Weiterarbeit hin zu den individuellen Zielen für das Kind.

Etwa zum Halbjahreszeugnis überprüfen die Lehrkräfte die Notwendigkeit sonderpädagogischer Förderung.

5. Elternmitarbeit

Im Rahmen des Gemeinsamen Lernens ist die Transparenz bei der Förderung der Kinder gegenüber den Eltern sehr wichtig. Die Beteiligung der Eltern am Förderprozess und der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zu allen Beteiligten bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Förderung.

Regelmäßige Telefonate und Gespräche zwischen Elternhaus und Schule müssen stattfinden. Das Klassenleitungsteam führt die Gespräche mit den Eltern gemeinsam durch. In Gesprächsprotokollen werden Standpunkte und Vereinbarungen schriftlich festgehalten.

Um regelmäßig über Besonderheiten zu Hause oder in der Schule auf dem Laufenden zu sein, empfiehlt sich die Führung eines Kontaktheftes, in dem Informationen schnell ausgetauscht werden können.

6. Betreuung

Sonderpädagogisch zu fördernde Kinder können in der Regel an der Betreuung teilnehmen. Die individuellen Ziele, die im Unterricht, im Lern- und Arbeitsverhalten und im Sozialverhalten angestrebt werden, gelten auch für den Betreuungsbereich.

Die Leiterin der Betreuung nimmt an Lehrerkonferenzen teil, kennt die Förderpläne und informiert die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Projekte, Feste und gemeinsame Veranstaltungen der Schule werden gemeinsam vorbereitet und durchgeführt.